Raspbian: SSH-Zugang ab sofort standardmäßig deaktiviert

Wer mit einem Raspbian-Image einen Raspberry Pi frisch einrichtet, muss in Zukunft einen weiteren Schritt beachten, sofern der Pi headless betrieben werden soll, also ohne Monitor, Tastatur und Maus. In den aktuellen Raspbian-Images vom 25. November ist der SSH-Zugang nämlich standardmäßig abgeschaltet - aus Sicherheitsgründen. Er lässt sich jedoch bereits vor dem ersten Booten wieder aktivieren. Hierzu muss in der FAT-formatierten Boot-Partition der SD-Karte eine Datei unter dem Namen "ssh" abgelegt werden, der Inhalt ist hierbei egal. Erkennt Raspbian diese Datei beim Hochfahren, wird der SSH-Zugang wieder aktiviert. Des Weiteren erhält man nach dem Login nun die Aufforderung, das Standard-Passwort des Pi-Nutzers zu ändern.

Bestehende Images, welche über die Paketverwaltung aktualisiert werden, sind von dieser Änderung natürlich nicht betroffen, hier wird die bestehende Konfiguration nicht angetastet. Meiner Meinung nach ist dies eine unnötige, aber bei der momentan vorherrschenden Panik vor unsicheren IOT-Geräten nicht wirklich überraschende Vorsichtsmaßnahme. Trotzdem trifft es hier die völlig falsche Nutzergemeinschaft. Wer ein Linux-System einzurichten weiß, sollte doch eigentlich auch mindestens das Ändern etwaiger Standardpasswörter auf seiner Roadmap haben? Aber vermutlich glaube ich da nur zu sehr an den Verstand, den in Wirklichkeit - Smart-Wahnsinn sei Dank - viele nicht (mehr) haben oder ihn nicht einsetzen. Ach was red' ich...

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